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 Best Practices für effektive Creator-Trainings

Play it Creator ist ein 360°-Autorentool für erfahrungsbasiertes, kontextorientiertes Lernen. Dieser Artikel erklärt, was in der Praxis funktioniert, warum es funktioniert und wie typische Anfängerfehler vermieden werden können.


1. Mit Verhalten beginnen, nicht mit Information

Creator ist darauf ausgelegt, durch Erfahrung, Beobachtung und Entscheidungsfindung zu lernen. Wenn Sie vom Verhalten ausgehen, nutzen Sie die Stärke von 360°-Umgebungen optimal. Statt zu erklären, was vermittelt werden soll, führen Sie Lernende durch eine realistische Situation, in der sie aktiv erkunden, relevante Aspekte wahrnehmen und durch Handeln lernen.

Dieser Ansatz fördert die Motivation und erleichtert den Transfer in die Praxis.

Praktische Leitlinien:

  • Definieren Sie ein konkretes Zielverhalten pro Training.
  • Fragen Sie sich: Was soll jemand nach diesem Training im Arbeitsalltag anders machen?
  • Richten Sie Fragen und Interaktionen auf Entscheidungen und Beobachtungen in der Situation, nicht nur auf Wissensabfragen.

Beispiele:

In einer Patientensicherheitsschulung beginnen Sie nicht mit Protokollen. Stattdessen betreten Lernende einen Raum und beantworten:
„Was fällt Ihnen auf? Welche Risiken erkennen Sie?“

In einer Brandschutzschulung erkunden Lernende zunächst ein 360°-Bild eines Arbeitsplatzes und identifizieren Risiken, bevor Regeln oder Verfahren erklärt werden.


2. Einen klaren und logischen Ablauf gestalten

Die lineare Struktur von Creator erfordert einen logischen Ablauf, der Lernende durch die Situation führt.

Beispielhafter Ablauf:

  • Einführung: Kontext und Rolle
  • Situation: Beobachten und Erkunden
  • Interaktionen: Entscheidungen treffen oder Fehler erkennen
  • Reflexion: Bedeutung und Konsequenzen
  • Abschluss: Transfer in die Praxis

Tipp: Prüfen Sie, ob Lernende den Ablauf ohne zusätzliche Erklärung nachvollziehen können.


3. Kurz und fokussiert bleiben

In einer linearen, interaktiven Umgebung kann zu viel Information überfordern. Längere Trainings führen häufig zu geringerer Aufmerksamkeit und Wirkung.

Praktische Leitlinien:

  • 5–10 Minuten pro Training (maximal 15 Minuten).
  • Ein Thema oder Lernziel pro Training.
  • Komplexe Themen in mehrere kurze Module aufteilen.

4. Die 360°-Umgebung in den Mittelpunkt stellen

Die Umgebung ist ein Lernwerkzeug, kein bloßer Hintergrund. Beobachten, Umschauen und Entscheiden machen das Lernen wirksamer.

Praktische Leitlinien:

  • Selbstständiges Erkunden ermöglichen.
  • Hotspots und Interaktionen gezielt einsetzen.

5. Sinnvolle Interaktionen wählen

Interaktion ist das Herzstück von Creator. Effektives Lernen entsteht durch Handeln und Entscheiden.


6. Feedback als Lerninstrument nutzen

Da Creator linear ist und kein Zurück erlaubt, ist Feedback entscheidend.

  • Nach jeder Interaktion eine Erklärung geben.
  • Feedback mit der Praxis und dem gewünschten Verhalten verknüpfen.